Auslandssemester mit dem Copernicus Programm – ZusammenWachsen in Europa

“Warum soll ich es machen?” würden mich vielleicht viele fragen. “Weil es einfach toll und unvergesslich ist” wäre meine Antwort.

Wenn man an einem Auslandssemester denkt, kommt wahrscheinlich der Mehrheit der Studenten das Erasmus-Programm als Erstes in den Kopf. Muss aber nicht sein. Es gibt auch andere, interessante Alternativen.

Eine von diesen Alternativen möchte ich euch in diesem Artikel vorstellen: das Copernicus Program. Für mich persönlich war es eine Bereicherung und die tollste Sache, die ich mit meinem Studium verbinden kann!

Copernicus e.V ist ein Studentenverein, der sich für die Förderung der Ausbildung ost- und mitteleuropäischer Studierende engagiert. Jedes Semester werden 6 bis 10 Stipendien in Berlin, Hamburg und München vergeben. Copernicus-Stipendium beinhaltet ein einsemestriger Studienaufenthalt mit Unterbringung bei einer Gastfamilie und ein achtwöchiges Praktikum.

Die Stipendienzeitspannen beginnen für das Wintersemester im Oktober und enden Ende März und für das Sommersemester beginnen sie im April und enden Ende September.

Bewerbungsschluss ist jeweils der
01. September für das folgende Sommersemester (Programmbeginn 01. April) sowie der
01. März für das folgende Wintersemester (Programmbeginn 01. Oktober)

Um mehr Informationen darüber zu erfahren, steht euch immer die Copernicus Internetseite zur Verfügung: http://www.copernicus-stipendium.de

Und ja… am Ende des Copernicus- Programms muss jeder Stipendiat einen Abschlussbericht schreiben. Damit ihr einen besseren Einblick im Copernicus-Stipendiat-Leben bekommt, könnt ihr einen Teil meines Abschlussbericht lesen – mit damaligen frischen Eindrücken und Gedanken.

Ich möchte nur noch eine Sache hervorheben: es war TOLL!!! Bewirbt euch schnell dafür!!!

 

Abschlussbericht


Seit dem Augenblick, als ich erfahren habe, dass ich das Stipendium bekommen habe, habe ich versucht  mir kein Bild davon zu machen, was auf mich zukommt. Trotzdem denke ich, dass es ein paar Erwartungen gab. Jetzt verstehe ich, dass ich viel mehr bekommen habe, als ich mir damals vorstellen konnte. Auf jeden Fall bin ich reicher geworden. Und hiermit meine ich nicht das Geld.

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Mein Jurastudium an der Uni Hamburg hat mir persönlich sehr viel genutzt. Ich konnte mir nicht nur ein Bild vom deutschen Rechtssystem machen, sondern auch eins vom deutschen Hochschulwesen.  Die Fakultät hier ist größer als die in Klausenburg. Und die neue Bibliothek ist beeindruckend. Aber es ist genauso schwierig hier in der Bibiothek wie in Klausenburg, wenn man da Bekannte trifft. Was die Organisation des Studiums betrifft, habe ich keine großen Umstellungen hier erlebt. Wahrscheinlich hängt das eng mit der Bologna-Reform zusammen. Die Internationalität der Uni und der Austausch mit den ausländischen Studierenden hat mir sehr gut gefallen.

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Diese 6 Monate bei meiner Gastfamilie waren eine wunderschöne Zeit für mich. Zur gleichen Zeit hatte ich die Freiheit, die wir in unserem Alter für unsere weitere Entwicklung brauchen, und eine konstruktive Diskussion, wenn ich an etwas gezweifelt habe oder einfach so, weil es interessant war miteinander zu reden. Es war schön für mich nach fast drei  Jahren WG- Leben so viel Platz für mich alleine zu haben und es zu wissen, dass fast jeden Abend jemand auf mich mit dem warmen Essen zu Hause wartet. Ein guter “mütterlicher Ratschlag” war immer nützlich und hilfreich.

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Mein Praktikumsplatz war ein großes Glück für mich. Ich habe mein Praktikum in einer Anwaltskanzlei für Steuerrecht und Strafrecht gemacht. Es war die Zeit für mich, in der ich Jura wiederrentdeckt habe, diesmal mit noch mehr Faszination.

Herr Piplak, der Rechtsanwalt, hat mir mehr als nur Strafrecht beigebracht, sondern auch was es heißt Rechtsanwalt  zu sein oder was Gerechtigkeit ist und viele andere für das Leben nützliche Dinge. Manchmal hatte ich schon ein schlechtes Gewissen, dass er sich für mich so viel Zeit genommen hat. Unsere Gespräche waren für mich sehr interessant und lehrreich. Über Vieles werde ich noch eine lange Zeit nachdenken.

Aber erst musste ich einen Praktikumsplatz finden. Mit dem Bewerbungschreiben habe ich mir viel Mühe gegeben, bis ich mich entschlossen habe, dass ich es so wie ich denke machen werde und nicht wie es in den Musterbewerbungen stand. Natürlich wäre es nicht so einfach gewesen, ohne die Unterstützung meiner Gastschwester, die alle meinen Versuche gelesen und korrigiert hat und mir Ratschläge gegeben hat. So hat alles in allem prima geklappt.

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Mein Aufenthalt in Hamburg war eine sehr schöne Erfahrung für mich. Copernicus, eigenltich allen Leuten die dahinter stecken bin ich sehr dankbar, für alles, was sie für uns gemacht haben.

Meine Zeit in Deutschald war mir sehr wichtig, um Antworten auf eigene Frage zu finden. Und ich habe es geschaft. Aber nach 6 Monate hier habe ich andere weitere Fragen auf die ich nach weiteren Antworten suchen muss…


Elena Munteanu, Copernicus SoSe 2010

 

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