Interview mit Herrn Török – Vertreter des Studentenvereins Gutenberg

Mark TörökDieses Interview hat als Hauptthema die Jugendlichen, denn mein Ansprichspartner war der Herr Mark Török, der beim Studentenverein Gutenberg dafür verantwortlich ist, Jugendliche zu unterstützen und Programme für sie anzubieten. Vor dem Interview wurde ich auch vom Herrn Schreiber verständigt, dass Gutenberg sich für die Jugendlichen sehr einsetzt und sie vertritt.

Als Einstieg habe ich den Herr Török gefragt seit wann diese Organisation existiert und seit wann er dessen Vertreter ist. Allerdings wollte er mir gleich am Anfang erklären, dass Gutenberg sich für die Studenten einsetzt und sie repräsentiert. Sie möchten die deutsche Kultur in Rumänien fördern, aber nicht nur für Studenten an verschiedenen Universitäten, sondern auch für die Schüler an der deutschen Schule und Gymnasium. Sie haben die Initiative in Februar des Jahres 2009 begonnen. Damals entsprang das alles aus den Köpfen zweier Studenten und heute sind sie schon um die 40 Studenten, die beim Studentenverein tätig sind. Heute haben sie schon zwei Vereine, einen in Klausenburg und einen in Sathmar.

Wenn Herr Török schon diese Förderung angesprochen hat, habe ich ihn gleich gefragt was für Programme und Veranstaltungen sie anbieten, um die Deutsche Kultur zu fördern. Er hat mir erzählt, dass sie dieses Jahr schon einen Theatherworkshop organisiert haben und die Teilnehmerzahl um die 30 Schüler war. Dieses Workshop wurde in Partnerschaft mit dem Deutschen Institut zu Stande gekommen. Sie haben auch einen Aufsatzwettbewerb angeboten, und zwar mit Hilfe des Konsulats aus Hermannstadt. Gutenberg veranstaltet auch eine Sommerschule, die dieses Jahr im Juli stattfinden wird und damit auch im Winter etwas geschieht, organisieren sie einen Wintercamp. Damit sie die Jugendlichen besser unterstützen, bieten sie jetzt Bewerbungsseminare an, um ihnen zu erklären, wie sie sich verhalten sollen und was sie besser machen können, um ein Job zu kriegen. Eines der größten Projekte, die sie feiern ist der Fasching, weil zu diesem Zeitpunkt Gutenberg auch gegründet wurde. Dieses Jahr im Februar sind sie zwei Jahre alt geworden.

Er hat mir mehrmals gesagt, dass Gutenberg die Jugendlichen unterstützt und darum habe ich ihn gefragt, was sie in dieser Richtung machen. Wie unterstützen sie Jugendliche eigentlich? Bei Gutenberg ist es am wichtigsten diese Unterstützung durch Bildung darzubieten. Diese Bildung verläuft bei Gutenberg auf zwei Punkten. Erstmals geschieht das als Veranstalter, dass heißt, dass man als Mitglied lernt, wie Programme organisiert werden müssen, wie man verschiedene Situationen im Griff hält und natürlich auch alles mögliche, das mit dieser Position bzw. Aufgabe kommt. Zweitens geschieht das als Teilnehmer an den verschiedenen Workshops, wo man Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen sammeln kann. In der Zukunft möchten sie allerdings Vereine auch in anderen Gegenden Rumäniens gründen, wie zum Beispiel in Bistritz, Hermannstadt, Temesvar oder Kronstadt. Hauptsache bleibt, dass jeder Schüler die Möglichkeit hat, bei Gutenberg mitzumachen, um die Deutsche Kultur hautnah zu erleben.

Bei diesem Punkt fand ich für wichtig zu fragen, ob sie mit jemandem zusammenarbeiten, wie zum Beispiel mit den Deutschen Schulen, hier in Klausenburg mit der Coşbuc Schule, mit dem Deutschen Forum oder mit dem Deutschen Kulturzentrum. Er hat mir berichtet, dass sie mit der Deutschen Schule zusammenarbeiten werden und müssen, weil um diese Federation, von der er vor einigen Augenblicken erzählt hat, ausbilden zu können, brauchen sie die Unterstützung der Deutschen Schulen. Hier hat er sich auf die Städte bezogen, wo es keine Deutsche Universitäten gibt, denn um solche Vereine zu gründen, brauchen sie ja Mitglieder. Diese Mitglieder kann die Deutsche Schule versichern, indem sie ihre Schüler über diese Teilnahme überzeugt. Sie brauchen aber auch die Unterstützung der Lehrer, um die Vereine in den anderen Städten zu verwalten. Mit dem Kulturzentrum in Klausenburg arbeiten sie sehr gut zusammen und haben sogar schon drei Projekte ins Leben gerufen. Zu diesen zählt der vorhergenannte Bewerbungsseminar, wo sie ein Gastprofessor aus München eingeladen haben. Dieses Bewerbungsseminar war dann das erste Projekt, das sie mit dem Deutschen Kulturzentrum zusammen organisiert haben. Mit dem Deutschen Forum können sie leider keine so gute Zusammenarbeit aufweisen, denn er erzählte mir, dass das Deutsche Forum seine Aktivitäten irgendwie einschränkt. Jedoch unterstützt das Deutsche Forum Gutenberg, in dem sie ihre Säle für die Veranstaltungen des Vereins anbieten. Die Mitglieder des Deutschen Forums helfen Gutenburg auch oft weiter, falls sie Unterstützung gebrauchen können. Hier, in Klausenburg, arbeitet Gutenberg viel mit der Universität zusammen und sie unterstützen auch die Projekte, die Gutenberg für die Jugendlichen anbietet.

Jetzt war ich an der Einstellung der Jugendlichen interessiert und wollte erfahren, wie sie sich zu den verschiedenen Veranstaltungen äußern und, ob sie motiviert arbeiten und mitmachen. Sind sie eigentlich an der deutschen Sprache interessiert? Hier habe ich auch nach seinen Erfahrungen gefragt, die er durch diese Veranstaltungen gesammelt hat. Seiner Meinung nach, gibt es einen Alter, wo man feststellt, dass die Deutsche Sprache zu erlernen nicht umsonst war und er hofft auch allerdings, dass die Schüler und Studenten diese Feststellung schneller machen werden, als er es getan hat. Er hat erzählt, dass die Jugendliche bei Gutenberg auch sehr motiviert mitmachen, denn sie sehen, dass sie bei diesem Verein auch mehr machen können als nur die deutsche Sprache zu hören und zu lernen. Sie können sich an die deutsche Kultur, dank der verschiedenen Projekte, von mehreren Seiten annähern. Jeder kann sich individuell aussuchen und feststellen, was für sie bzw. ihm die deutsche Kultur darstellt. Er hat mir über einen Spruch erzählt, das ihm allerdings sehr gefällt, und das bei Gutenberg einen goldenen Wert hat. Die Jugendlichen stellen auch von selber fest, dass „Englisch ist ein Muss, Deutsch ist ein Plus“.

Danach habe ich Herr Török gefragt, ob sie internationale Partnerschaften geschlossen haben, die diese Förderung in Klausenburg unterstützt. Er hat mir vorher erzählt, dass sie aus München schon Gastprofessoren hatten und deswegen wollte ich erfahren, ob vielleicht auch Andere Unterstützung anbieten. Bis jetzt haben sie mit der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg zusammengearbeitet und sie haben bisher Gutenberg unterstützt und haben auch bei dem Theatherworkshop mitgeholfen, das sowohl in Klausenburg als auch in Sathmar stattfand. Sie sind sich ihrer Chancen bewusst, ihm Ausland Kontakte zu knöpfen und bemühen sich jetzt Parnterschaften zu schließen, um diese Förderung besser unterstützen zu können.

Meine nächste Frage war, ob man die Veranstaltungen besser und vielfältiger anbieten könnte. Er hat mir berichtet, dass ihr Ziel darin liegt, sich national zu verbreiten, um in ganz Rumänien die Deutsche Kultur besser verbreiten zu können. Sie möchten die Deutsche Sprache in Rumänien nicht aussterben lassen, sondern sie weiter verbreiten und verstärkern, auch in den Gegenden, wo darauf kein so großer Akzent mehr gelegt wird.

Meine letzte Frage blickt in die Zukunft, denn ich habe gefragt was er sich vorstellt, wenn wir an den Titel meiner Diplomarbeit denken. Er war der Meinung, dass man einen Schritt weiter zurückgehen und einsehen sollte, dass die Deutsche Schule ein wichtiger Element dieses Systems der Förderung ist. Die Deutschen Kindergärten und Schulen sind die wichtigsten Elemente, denn sie sind diejenigen, die Kinder und Jugendliche in der Deutschen Sprache ausbilden. Man sollte sich dafür einsetzen immer mehrere Kinder in den Deutschen Kindergärten und Schulen zu haben.
Am Ende hat er mir seine Hilfe weiter angeboten und ein Exemplar von dem Jahresbuch Gutenbergs zugeschickt.

Interview realisiert von
Csizma Robert

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  1. Full Justify! :-)

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